Leute, es war kalt! Sogar sehr kalt… Der Wind machte es nicht besser – aber es war auch Merkurtransit. Wenn ein innerer Planet vor der Sonnenscheibe vorbeizieht kann ein Hobbyastronom nur noch durch das Wetter gebremst werden. Mit unserer Kieler Gruppe der Gesellschaft für volkstümliche Astronomie (GVA-Kiel) hatten wir uns den Strand in Mönkeberg als Treffpunkt ausgesucht. Leider war die Ortsbeschreibung nicht ganz so gut verstanden worden und einige Kollegen landeten in Kitzeberg. In Mönkeberg hatte ich viele Jahre sehr gerne gewohnt und verbinde noch heute viele tolle Erinnerungen an diese Zeit. Nur bei Nebel wurde es ziemlich laut…


Wir bauten unsere Stative und Instrumente auf und hofften auf brauchbare Wolkenlücken. Das klappte sogar zeitweise – wir hatten aber jede Menge Spaß.


Jeder brachte sein bevorzugtes Gerät mit und wir hatten schnell eine gute Auswahl an Beobachtungsmöglichkeiten geschaffen.


Es kamen auch einige Besucher und ließen sich interessiert von uns anleiten. So hatten wir uns das auch vorgestellt. Obwohl die Wolken uns das nicht leicht machten, konnten wir einige brauchbare Bilder aufnehmen. Mit den Wolkenschleiern vor der Sonne wurden bei mir Erinnerungen an den Jupiter geweckt. Hier sieht man den Eintritt des Merkurs auf der linken Seite ziemlich mittig.


Für die Aufnahmen benutzte ich die Canon EOS 7D Mark 2 mit 1,4-fach Telekonverter und Tamron 150-600mm G2 Teleobjektiv bei 600mm. Dadurch konnte ich die Sonne nahezu formatfüllend ablichten. Wenn man sich jetzt die Details anschaut, erkennt man natürlich viel besser den kleinen Planeten vor der riesigen Sonnenscheibe.


Wenn die Wolken etwas auflockerten, konnte man sogar noch etwas besser den Merkur erkennen.



Das einzige Instrument, das ich auf einer nachgeführten Montierung einsetzte, war das Coronado Solarmax II auf Skywatcher Solar Quest. Das ist eine wirklich einfach zu betreibende Kombination und liefert in der Regel gute Ergebnisse. Da auch hier natürlich die Wolken störten, sind meine Errungenschaften eher mager ausgefallen. Man erkennt aber schon den Planeten.


Leider zog der Himmel jetzt auch komplett zu und wir brachen die Beobachtung ab. Beim Abbauen fehlte deshalb auch das bischen Sonne und es blieb nur noch ein eisiger Wind. Man, war ich froh, als ich alles im Auto hatte und zurück nach Hause konnte.

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